ad libitum (Teil 2)

Ist das nicht eine wunderbare Geschichte und doch „nur“ eine von vielen wunderbaren Geschichten, die es zu erzählen und zu verstehen gibt. Ich habe mir erlaubt die Regenpfeifergeschichte, geschrieben von Werner Gitt und K.-H. Vanheiden, im Namen der Sache und deshalb mit großer Danksagung an die beiden Autoren ihrem Buch „Wenn Tiere reden könnten“ zu zitieren. Ja, wenn Tiere reden könnten, dabei können Tiere reden – man muß nur ihre Sprache verstehen, die in der Regel eine Sprache des Gefühls ist – vergleichbar der Musik. Nur der Mensch hält sich in seiner Selbstüberschätzung für kein Tier mehr und ist so betriebsblind geworden – mit Ausnahmen -, dass es einem manchmal übel davon wird. Aber mit Moralin als falscher Medizin kommen wir nicht weiter, viele werden nur aus eigenem Schaden klug oder es ist ihnen überhaupt nicht gegeben sich geistig weiter zu entwickeln. Dieser Typus Mensch soll uns darum hier und jetzt erst einmal nicht weiter interessieren, geht es doch darum mit uns als einer Gegenkraft gegen die Zerstörung dieser Welt weiter zu kommen, unsere Kräfte durch gemeinsames Verstehen zu bündeln und zu potenzieren.

Weiterlesen

ad libitum (Teil 1)

Heute, am 8. Mai 2016, beginne ich mit meiner Erzählung. Am 4. Juni werde ich 59 Jahre alt und ich fühle mich im Vollbesitzt meiner geistigen und körperlichen Kräfte. Wäre es nicht vermessen, könnte ich sagen das sich mein Geist erleuchtet und reif fühlt all das zu schreiben, was es zu berichten gibt – und das ist viel! Zur Zeit wohne ich im Harz unweit von Thale, wo ein Schriftsteller zur Welt kam, mit dem ich eine Weile korrespondiert habe: Theo Löbsack – er ist seit vielen Jahren tot. Er hat in seinen wissenschaftlichen Büchern den Menschen als einen Fehlschlag der Natur bezeichnet und dies auch anhand seiner einseitigen Großhirnentwicklung zu begründen gewußt. Als junger Mann von vielleicht 19 Jahren, ich lebte damals in sehr negativen Lebensumständen, war ich auf einen Artikel von Theo Löbsack im deutschen PLAYBOY mit dem Titel „Ein Riss im Hirn – der Mensch als Fehlschlag der Natur“ gestossen, der mich fundamental beeindruckt hatte. Ich schrieb daraufhin einen Leserbrief an die PLAYBOY-Redaktion und kann mich noch sehr genau an den ungefähren Wortlaut erinnern: „Dem Autor gelang es sehr trefflich die bei mir schon seit länger Zeit existenten Erkenntnisse in den rechten Kontext zu bringen. Bleibt nur zu hoffen das der Mensch als „Krone der Schöpfung“ diesen wunderbaren Planeten nicht ganz zerstören wird.“ Kurze Zeit darauf fand ich meinen Leserbrief abgedruckt in der Folgenummer des PLAYBOY (damals noch im Bauer Verlag) wieder und war mächtig stolz darauf. Es war das erste Mal in meinem Leben in einem Periodikum abgedruckt zu werden. Immerhin war ich in meiner Kindheit und Judend ein so genannter Legastheniker und konnte dann im Laufe meiner späteren Entwicklung durch die Lektüre unzählige Bücher und meines guten Gedächtnisses aus dieser Schwäche eine Art Stärke machen. Damals war mir natürlich noch nicht klar das ich eines Tages, Jahrzehnte später, mit selbigen Theo Löbsack einmal korrespondieren sollte! Ohne hier viel vorweg nehmen zu wollen, kann ich sagen: Mein Leben sollte wirklich außergewöhnlich verlaufen und ich werde versuchen etwas davon hier zu erzählen ohne damit meine Memoiren schreiben zu wollen. Es geht mir um etwas ganz anderes und es hat prinzipiell mit dem Thema Löbsacks zu tun und gleichzeitig mit der Sinnfrage, die jeder Mensch für sich selbst beantworten muß! Da ich nicht an Zufälle glaube und wir erst im Laufe der Zeit mit etwas Glück – oder durch die Fügung unseres Schicksals – mit jener universellen Intelligenz in Berührung kommen, die uns zeigt das es keine Zufälle gibt. Niemals gab und das nur unsere eigene Intelligenz u. U. zu klein ist um uns das Unbekannte in seiner Genialität fühlbar und „verstehbar“ zu machen. Ich erlaube mir deshalb hier im Eingangskapitel des gerade begonnenen Buches aus einem anderen Buch zu zitieren.

Weiterlesen