Erkenntnisse eines Durchreisenden…

Mit der durchschnittlichen Kombinationsgabe eines Durchreisenden, ja lieber Leser, liebe Leserin, auch Sie gehören zu dieser (sagen wir einmal) Gattung der Durchreisenden, auch wenn sie es bis dato noch nicht gewusst und so empfunden haben sollten. Bei den nachfolgenden Erkenntnissen geht es natürlich und in erster Linie um meine eigenen als, lassen Sie mich diesen Ausdruck letztmalig h i e r benutzen: als D U R C H R E I S E N D E R !
Bevorzugt reise ich aus eigener (Muskel) Kraft, per pedes oder auf dem Velo, wie die Schweizer sagen würden. Dadurch erhalte ich mir meine Bodenhaftung, neige ich doch dazu ab und an geistig abzuheben – man muss mir das nicht verzeihen, es ist unverzeihlich und bedarf nur meiner eigenen Nachsicht und Vergebung! Ich habe mir also irgendwann vergeben, amor fati, und angefangen meine Reise anders zu empfinden – d. h. weniger tragisch! Humor ist dabei ein gutes Überlebensmittel und passt meist in jeden besseren Rucksack. Tage, an denen Sie selbst nicht über sich lachen konnten, waren schlechte Tage und die wünsche ich nur meinen Feinden! Zwar sagte einst ein Geistesbruder zu mir: Liebe Deine Feinde! – aber dazu bin ich zu nachtragend und rachsüchtig. Jan-Philipp Reemtsma sprach in einem Eröffnungsvortrag, dem ich in Hamburg beiwohnte, von der typischen Opferrolle, wenn man auf sein Recht zur Rache verzichtet. Rache ist etwas gesundes und wenn man sie kalt genießen kann, ist sie köstlich. Lassen Sie sich Zeit bei ihrer Rache und vergessen Sie nichts, führen Sie Buch darüber und seien Sie kreaktiv und gerecht bei ihrer cleveren Revange!

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