Fortsetzung (Teil 4): Warum stellt sich dem Menschen die Sinnfrage?

Artpool4Religion und Glaube sind kollektive Sinnsysteme, die sich auf das psychologische Bedürfnis des Menschen nach Sinn, Ordnung, Erklärung und Gemeinschaft gründen. Es gibt die unterschiedlichsten Religionen, angefangen beim animistischen Typ bis hin zur Vielgötterei – z. B. dem Hinduismus. Letztere wären „gewachsene“ Religionen, dann gibt es natürlich die gestifteten Religionen wie den Islam, das Christentum oder den Buddhismus – die jeweiligen Religionsstifter dürften allgemein bekannt sein! Anthropologie (altgriechisch ἄνθρωπος (ánthrōpos) bedeutet „Mensch“, und -logie in diesem Zusammenhang dann Menschenkunde. Anthropologie ist deshalb ein wichtiger Bereich um hinter das „Geheimnis“ des Menschen (also auch meiner selbst!) zu kommen. Immerhin vereinen uns Menschen doch über alle kulturellen und ethnischen Unterschiede hinweg menschenspezifische Gemeinsamkeiten wie der „Wille zum Sinn“, d. h. auch zum religiösen Sinnsystem = Glauben! Glauben setzt aber immer einen Willensakt voraus, der häufig willkürlich ist, d. h. ich glaube nur das, was ich glauben will. Mit anderen Worten: Glauben ist Wunschdenken! – Religionen wären dann „Vereinigungen für kollektives Wunschdenken“…

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Fortsetzung (Teil 3): Warum stellt sich dem Menschen die Sinnfrage?

pferdFrankl brachte seine kritisch-analytischen Ansatz durch eine treffende Formel zum Ausdruck: Dem Menschen gehe es seiner Meinung nach in erster Linie um den „Willen zum Sinn“, während in der Psychoanalyse Freuds der „Wille zur Lust“ und in der Individualpsychologie Adlers der „Wille zur Macht“ maßgebend sei. Ich persönlich bin der Meinung dass sich diese drei Ziele (Sinn, Lust und Macht) je nach Menschentyp in unterschiedlicher Ausprägung und Konstellation offenbaren. Beispielsweise dürfte ein Nihilist seinen Mangel an Sinn durch Lust und/oder Macht (über-) kompensieren. Apropos Nihilismus (lateinisch „nihil“, „nichts“), in den USA bekämpfen sich die christlichen Kreationisten mit den atheistischen Evolutionisten, den Anhängern der darwinschen Evolutionstheorie. Diese Evolutionslehre, so sagen diese christlichen Kreationisten, führe den Menschen in die Sinnlosigkeit. Der französischer Biochemiker und Nobelpreisträger Jacques Lucien Monod schrieb in seinem Buch „Zufall und Notwendigkeit“: „…es gibt keinen Plan, keine natürliche Moral, keine natürliche Ethik, kein Gesetz der Natur, dem wir zu gehorchen hätten.“ Als Zufallsprodukt muss der Mensch „seine totale Verlassenheit, seine radikale Fremdheit erkennen“, er wandelt wie „ein Zigeuner am Rande des Universums“, ohne Sinn und Ziel. Für diesen aufgeklärten Atheisten gibt es keine sinnhafte Mitte, keinen Gott und damit weder Himmel noch Hölle. Alle Wirklichkeit wird auf Zufall und Materie reduziert. Monot spricht von der „Ungeborgenheit“ dieses modernen Menschen.

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Fortsetzung: Warum stellt sich dem Menschen die Sinnfrage?

Gaza2Wieder sind zwei Tage vergangen seitdem ich den ersten Teil dieses Kapitels geschrieben habe. Heute ist ein diesiger Sonntagmorgen mit friedlichem Vogelgezwitscher. Wenn ich aus meinem Fenster schaue in Richtung Teufelsmauer, so sehe ich nur im Frühnebel stehende üppig belaubte Bäume. Ich bin gut ausgeruht und voller Energie. Machen wir uns also ans gedankliche Werk mit Elan und viel Konzentration. Natürlich habe ich mir schon vorher viele Gedanken gemacht, versucht die komplizierten Zusammenhänge in meinem Kopf zu ordnen und für mich zu formulieren. Deshalb halte ich es für sinnvoll ganz am Anfang anzusetzen, quasi mit der Geburt – und sollten wir (Du & ich) bei der Zeugung ansetzen?

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Warum stellt sich dem Menschen die Sinnfrage?

JesusMüllKindIch möchte versuchen diese Frage aus eigener Erfahrung und den von mir in Jahrzehnten betriebenen Studien heraus zu beantworten. Fangen wir systematisch an: In der Natur gibt es kein anderes Tier welches sich diese Frage nach dem Sinn seines Daseins stellt. Nur der Mensch in individuell unterschiedlicher Ausprägung stellt sich diese existentielle Frage – existentiell deshalb, weil er u. U. bereit ist sich das eigene Leben zu nehmen wenn er diese fundamentale Frage für sich nicht befriedigend lösen kann! Mit anderen Worten: Die Frage nach dem Sinn des Daseins ist lebensentscheidend! Der von mir als Mensch und Autor sehr geschätzte Albert Camus schrieb: „Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord.“ Camus beginnt mit diesem Satz sein Buch „Der Mythos des Sisyphos“ und schreibt dann weiter: „Alles andere – ob die Welt drei Dimensionen und der Geist neun oder zwölf Kategorien hat – kommt später.“

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[reblogged] Worin liegt der Sinn des Lebens?

Bild- und Testquelle: unkonform.com

Früher oder später stellt sich jeder die Frage nach dem Daseinsgrund. Wohl kaum ist der Mensch dazu gedacht – ein Leben für die Arbeit zur führen. Doch eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage ist unwahrscheinlich.

Jeder von uns folgt einer anderen Entwicklung, aus dessen Erfahrungssumme sich unser Sinn kristallisiert.

Meine Sinnsuche begann in meiner Teenagerzeit, ich tanzte aus der Reihe und war durch meine Introversion auffällig. Zwar bin ich mit dem Talent gesegnet worden Dinge bis ins kleinste Detail analysieren zu können und zu verstehen, allerdings war meine Kommunikationsfähigkeit verbesserungswürdig. Smalltalk liegt mir nicht, ich übe mich, doch Gespräche mit Mehrwert fallen mir leichter.

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