Zen und die Kunst des Gebens…

3Jahre-ahb2Wer schon in Thailand war oder einem der vielen anderen buddhistischen Länder Asiens, der wird die meist jungen Mönche in ihren orangefarbenen Gewändern gesehen haben, die sich ihre Schalen mit Essen durch die gläubigen Anwohner tagtäglich füllen lassen. Was hier nach religiöser Pflicht aussieht, sollte immer auf Freiwilligkeit beruhen – wie z. B. das freiwillige „Almosen“-Sadaka im Islam. Geben ist deshalb ein Privileg, und nicht umsonst sagen wir in Anlehnung an gottgefällige Zeiten und jenes Buch der Bücher: „Geben ist seliger als nehmen“. Halt ein Privileg derer, die über einen positiven inneren Quell verfügen und dadurch aus dem Vollen schöpfen können. Dabei ist eine gelöste Sinnfrage (religiös oder philosophisch) für den Gebenden eine Grundvoraussetzung, quasi die Basis für ein positives Verhältnis zur Welt, die ich durch mein So-Sein beschenke und von ihr gleichzeitig beschenkt werde. Hier fließen die Energien so, wie sie im natürlichen Kontext fließen sollen, wäre da nicht die menschliche (Macht-)Gier und der damit einher gehende Egoismus. Egoismus ist also immer abträglich, wenn es um die Lösung der eigenen (Lebens-) Sinnfrage geht und ein Hinweis auf die hinter dem Egoismus verborgene vielschichtige Angst. Beides, Egoismus und Angst, sind Sinntöter!

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