Auszug aus dem Schlusskapitel (Teil 1)

affentodexxlMein Resümee: Um eine wirkliche Aussage über das Leben machen zu können müsste ich mehrere Leben gelebt haben – auch u. a. als Berggorilla, Kaiserpinguin und Bienenkönigin.

Ich will trotzdem am Ende dieses Buches versuchen eine Art Resümee zu ziehen und versuchen nur von dem auszugehen, was mir persönlich bekannt ist. Dazu gehört meine Ankunftszeit auf meinem Heimatplaneten Terra Titanic – wie ich ihn insgeheim nenne. Ursprünglich funktionierte dieses High-Nature-Tech-Raumschiff quasi in einem sich selbst modifizierenden Autopilot-Modus, der in seiner überpersönlichen Natur als göttlich-genial als genial bezeichnet werden muss. Arten kamen, entwickelten sich und verschwanden u. U. wieder, aber das Leben in seiner Fülle starb niemals auf unserem Heimatplaneten, unserem fliegenden Paradies. Dann tauchte in unserer Geschichte der Affen-Mensch auf, der zum nackten Affen wurde, sich bekleidete und anfing seine Welt zu erkennen und die Naturgesetze, die er sich dann mittels immer komplizierter werdenden Werkzeugen und Maschinen zu Nutze machte.

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Ruhe auf der Flucht…

Hamsterrad2… lautet der Titel des neuen Romans von Joachim Geil, der gestern aus seinem neuen Buch las. Der Aufhänger für diesen Beitrag ist ein Satz aus dieser seiner Lesung, der sich in meinem Gedächtnis verhakt hat. Er lautet: “Hat nicht jede Vergangenheit die Gegenwart fest im Griff?“ Den Satz muss man erst einmal sacken lassen um ihn zu verstehen – wenigstens ansatzweise. Andere mögen einwenden, er wäre doch offenkundig und nicht schwer zu verstehen. Natürlich hat alles mit allem zu tun und wir befinden uns seit dem Urknall – dessen Ursache wir nicht kennen – in einer gigantischen Kausalitätskette, die auch Dich und mich hervor gebracht hat. Natürlich sind wir alle „nur“ die Summe all unserer Erfahrungen, hat auch uns unsere persönliche Vergangenheit gegenwärtig fest im Griff. Gut, wer da noch fest im Sattel sitzt und eine gute Figur macht. Irgendwie kommen wir nicht raus aus dieser Realität, die eine Verkettung von Zufällen und/oder Gesetzmäßigkeiten sein mag, jedenfalls dominiert sie uns und der Grad der Freiheit, der daraus resultiert, ist kleiner, als wir uns vielleicht vorstellen. Keiner kann aus seiner Haut, seine Identität abstreifen. Wir alle tragen diesen Sack an guten und schlechten Erfahrungen mit uns herum und definieren uns darüber. Dabei könntest Du auch ganz anders sein – wolltest Du das nicht immer?! Wer da anfangs aufs falsche Gleis gesetzt wurde – Schule, Ausbildung, Ehe usw. -, der wird Schwierigkeiten haben dem festen Griff dieser seiner Vergangenheit zu entrinnen um sich neu zu erfinden! Auch wenn ich kein Anhänger des Bildungsbürgertums bin, möchte ich hier kurz den Schluss des Gedichtes „Selige Sehnsucht“ unserer Bildungsbürgerikone Johann Wolfgang von Goethe zitieren:

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