Auszug aus dem Schlusskapitel (Teil 2)

Du hast keine Chance, aber nutze sie!

kanzel-002Noch ein letztes Mal zurück zum Anfang, zu meinem persönlichen Lebensanfang, jenem Zufall, dem ich mein Leben zu verdanken habe! Aber soll sich Lebensfreude aus dem Gefühl der Dankbarkeit speisen? Freude soll jenseits aller Erklärung einfach nur Freude sein! Wer diese Lebensfreude aber nicht hat, der kann und will dem Leben auch nicht dankbar sein – hat mich (uns?) dieser Gedankengang jetzt irgendwie weiter gebracht? Die Antwort auf diese Frage magst Du Dir jetzt oder später selbst geben. Schlussendlich sind wir aber alle in dieses Leben geworfen worden, jeder wuchs unter anderen Bedingungen auf, guten und schlechten, jeder musste seinen eigenen Weg innerhalb seiner Bedingungen finden und den daraus resultierende Sinn – was immer eine Sinn-Gebung war und noch immer ist! Jenseits der viel zitierten post(umen) Moderne gibt es noch immer mehr Menschen, die ihr Leben einem Gott anvertrauen – dabei kommt es genau auf dieses „Vertrauen“ an! Wer jedoch nicht vertrauen kann, der ist zur Liebe untauglich! Wir postmodernen Menschen aus überfütterten Konsumnationen leiden unter der Entfremdung, unserer eigenen Denaturierung dem wahren Leben gegenüber, was sich häufig in Sinnleere äußert, in Depression, Selbstzerstörung und Süchten!

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Auszug aus dem Schlusskapitel (Teil 1)

affentodexxlMein Resümee: Um eine wirkliche Aussage über das Leben machen zu können müsste ich mehrere Leben gelebt haben – auch u. a. als Berggorilla, Kaiserpinguin und Bienenkönigin.

Ich will trotzdem am Ende dieses Buches versuchen eine Art Resümee zu ziehen und versuchen nur von dem auszugehen, was mir persönlich bekannt ist. Dazu gehört meine Ankunftszeit auf meinem Heimatplaneten Terra Titanic – wie ich ihn insgeheim nenne. Ursprünglich funktionierte dieses High-Nature-Tech-Raumschiff quasi in einem sich selbst modifizierenden Autopilot-Modus, der in seiner überpersönlichen Natur als göttlich-genial als genial bezeichnet werden muss. Arten kamen, entwickelten sich und verschwanden u. U. wieder, aber das Leben in seiner Fülle starb niemals auf unserem Heimatplaneten, unserem fliegenden Paradies. Dann tauchte in unserer Geschichte der Affen-Mensch auf, der zum nackten Affen wurde, sich bekleidete und anfing seine Welt zu erkennen und die Naturgesetze, die er sich dann mittels immer komplizierter werdenden Werkzeugen und Maschinen zu Nutze machte.

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Vorwort zum (Sinn-)Buch „Die Sinn-Reden des Dada Lama“

3affen1Es hatte für mein Empfinden sehr lange gedauert, bis ich meinen eigenen Lösungsreim fertig hatte. Dabei ging es um die verschiedenen Arten des Seins, wobei ich mich nur auf den Menschen mit all seinen Verschiedenheiten beziehe und Säugetiere nebst unseren nächsten Verwandten, Menschenaffen, außer Acht lassen möchte – auch wenn sich Teile meiner Theorie auf sie übertragen lassen. Was den Menschen vom Rest dieser Säugetierwelt unterscheidet ist sein Neocortex, seine immense Großhirnrinde intellektueller Fähigkeiten, die uns nur vermeintlichen zum besseren Menschen gemacht haben. Zwar leitet sich der Anspruch des „besseren Menschen“ aus dieser Großhirnrinde ab, können sich doch Tiere keine Ethik ausdenken und natürlich erst recht keine Götter! Der Mensch ist also in erster Linie mit einer enormen Vorstellungskraft begabt und diese gepaart mit Neugier, womit ich schon die Voraussetzungen der Wissenschaft und Forschung beschrieben habe. All die so ersonnenen Wissenschaften von der Welt und ihre Forschungen haben ein gigantisches Wissensarchiv geschaffen, welches sich permanent potenziert und große Teile älteren „Wissens“ als überholt erklärt. Da Wissen Macht ist, leitet sich die Macht der Mächtigen und ihrer Völker aus diesem Wissen ab, ihrer Wissenschaft und Forschung. Diese wird mit sehr viel Geld und technischer Ausrüstung betrieben und die armen Nationen der überwiegend südlichen Hemisphäre sind dabei zumeist völlig chancenlos. Deshalb wandern ihre intelligenten Kinder, sobald sich ihnen eine Chance bietet, in die reichen Länder des Nordens ab, was lapidar als Brain-Drain bezeichnet wird und tatsächlich eine Katastrophe für die betroffenen Ursprungsländer des Brain-Drains ist. Ein Teufelskreis! Vielleicht hat Samuel Huntingtons beschriebener „Kampf der Kulturen“ ursprünglich mit dieser Ungleichheit der Kulturen zu tun, ist doch der aufgeklärte Westen eher abgeklärt atheistisch oder pseudo-christlich-protestantisch und der/die Vertriebene/Flüchtling dagegen das kulturelle Produkt einer Vormoderne, z. B. eines mittelalterlich anmutenden Islams.

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Das Schlusskapitel der Sinnsuche

freesulinaxxlAls junger Mann war ich einige Male in Indien. Auf meiner zweiten Reise fuhr ich aus Nepal kommend in die nordindische Stadt Vārānasi bzw. Banāras, die am heiligen Fluss Ganges liegt. Mitten in der Bahnhofshalle dieser heiligen Stadt der Hindus sah ich dann eine fast nackte männliche Leiche liegen, was mich natürlich sehr schockierte. Der Tote war völlig abgemagert und nach meinem ersten Eindruck vielleicht sechzig Jahre alt. Auf dem Leichnam saßen unzählige Fliegen und die einheimische Bevölkerung störte sich offensichtlich nicht an der Leiche und ging fast achtlos daran vorüber. Ich ging jedoch näher zum Toten und stellte fest: Der Mann war noch nicht so alt, wie ich zuerst dachte und ich schätze ihn dann auf um die vierzig. Mir fiel auch das Kleingeld neben dem Toten auf. Es hatte sich dort als Spende oder „Servicegebühr“ angesammelt und ich erfuhr später im Gespräch mit einem Inder das sich über diese „Servicegebühr-Kollekte“ der Abtransport der Leiche regelt. Wenn sich nämlich genügend Geld angesammelt hat kommt ein Dalit (=„Unberührbarer“) und „entsorgt“ die Leiche. Ob diese dann verbrannt werden (Holz ist teuer dort), wage ich jedoch zu bezweifeln. Man stelle sich einmal vor im Berliner Hauptbahnhof würde seit drei Tagen mitten in der Bahnhofshalle eine Leiche liegen und die meisten Menschen gingen daran achtlos vorüber – unvorstellbar! Der Tod wird bei uns versteckt und sein Anblick hat etwas obszönes, etwas, das all unsere weltlichen Ziele, alles, was wir mit Sinn belegen, sinnlos erscheint. Beim Anblick dieses obszönen Todes als sinnlich erfassbarer Tatsache werden wir sehr unsanft mit der eigenen Sterblichkeit und der daraus resultierenden Sinnfrage konfrontiert. Deshalb erfanden die hinduistischen Inder vor langer Zeit all ihre unsterblichen Götter Mittel gegen den Tod. Wer daran glauben kann, hat es gut, wird doch der Tod dadurch zu einer Art Transit ins Paradies oder zur Reinkarnation. Nur das jeweilige weltliche Ego bleibt als Leidverursacher auf der Strecke und das große Rad des Lebens dreht sich unaufhaltsam weiter – mit oder ohne uns.

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Jeden Tag eine gute Tat…

freeunbekansoldatIn meiner Jugend war ich bei den Pfadfindern (BDP), wo ich übrigens einen schrecklichen Spitznamen hatte: „Germany Keule“ – was immer das damals bedeuten sollte?! Jedenfalls hatten wir dieses Pfadfindermotto: Jeden Tag eine gute Tat – und so halte ich es heute noch nach Möglichkeit, gibt es einen doch ein schönes Gefühl etwas Gutes zu tun. Normalerweise soll man nicht über seinen guten Taten berichten, aber ich mache das heute ausnahmsweise einmal, da ich die Aktion gut finde. Auf der Strecke zwischen Blankenburg/Harz und Timmenrode liegt unterhalb der Teufelsmauer an der Landstraße das Grab eines unbekannten Soldaten und an seinem Birkenkreuz habe ich heute ein Schild befestigt, darauf steht:

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