Auszug aus dem Schlusskapitel (Teil 1)

affentodexxlMein Resümee: Um eine wirkliche Aussage über das Leben machen zu können müsste ich mehrere Leben gelebt haben – auch u. a. als Berggorilla, Kaiserpinguin und Bienenkönigin.

Ich will trotzdem am Ende dieses Buches versuchen eine Art Resümee zu ziehen und versuchen nur von dem auszugehen, was mir persönlich bekannt ist. Dazu gehört meine Ankunftszeit auf meinem Heimatplaneten Terra Titanic – wie ich ihn insgeheim nenne. Ursprünglich funktionierte dieses High-Nature-Tech-Raumschiff quasi in einem sich selbst modifizierenden Autopilot-Modus, der in seiner überpersönlichen Natur als göttlich-genial als genial bezeichnet werden muss. Arten kamen, entwickelten sich und verschwanden u. U. wieder, aber das Leben in seiner Fülle starb niemals auf unserem Heimatplaneten, unserem fliegenden Paradies. Dann tauchte in unserer Geschichte der Affen-Mensch auf, der zum nackten Affen wurde, sich bekleidete und anfing seine Welt zu erkennen und die Naturgesetze, die er sich dann mittels immer komplizierter werdenden Werkzeugen und Maschinen zu Nutze machte.

a1Übrigens hat unserer paradiesisches Raumschiff eine Reisegeschwindigkeit von gut und gerne 100.000 (einhunderttausend!) Stundenkilometer, was sich wohl kaum jemand klar macht wenn er z. B. mit 200 km/h über eine Autobahn „rast“ oder mit 800-1000 km/h irgendwo in einem Düsenflugzeug über den Wolken fliegt. Ob diese technische Beschleunigung unserer selbst und unseres Lebens tatsächlich einen höheren Erkenntnisgewinn und/oder eine höhere Lebensqualität brachte, wage ich für mich persönlich zu bezweifeln. Diesen Zweifel beziehe ich auch auf viele andere technische Errungenschaften und besonders der überbewerteten digitalen Revolution mit all ihren Auswüchsen! Der Preis, der allgemein für diese unnatürliche Beschleunigung, Kommunikation usw. bezahlt wird und der tatsächliche Schaden, der dadurch angerichtet wird, ist höher als allgemein bekannt und steht in keinerlei Verhältnis zum kurzzeitigen Nutzen letztlich vergeudeter Energien und Ressourcen. Dann überkommt mich häufig das seltsame Gefühl der Überfüllung unseres Heimatplaneten Terra Titanic, hat sich doch allein in meiner Lebenszeit die Zahl der Art- und Zeitgenossen verdoppelt und die daraus resultierenden Probleme vervielfacht! Gleichzeitig gingen mir und anderen Menschen in dieser bisherigen Lebenszeit die Utopien, die Hoffnungen auf eine bessere Welt mit einem anderen Lebenskonzept & -Ziel verloren. Der Staatssozialismus und -Kommunismus erwies sich als nicht praktikabel und zielführend. Seither ist die Welt gänzlich aus den Fugen und es geht nur noch um Macht, Technologie, Ressourcenausbeutung und egoistische Gewinnmaximierung auf Kosten der gesamten Menschheit inklusive zukünftiger Generationen, die die negativen Auswirkungen dieser heutigen Lebensweise werden ausbaden müssen. Nirgendwo auf dieser Welt gibt es ein Ministerium für Weisheit und Erkenntnis und deren Umsetzung! Dazu scheint die menschlich-unmenschliche Politik (noch?) nicht in der Lage zu sein und die Zeit unserer Möglichkeiten läuft unwiederbringlich mit der Vergiftung und Zerstörung der Welt und dem tägliche Artensterben aus.

Es ist schwer all dieser Erkenntnis auszuhalten und trotzdem gelassen zu bleiben! Ohne diese Gelassenheit aber können wir keinen klaren Gedanken fassen, keine reinen Gefühle empfinden, nicht kreaktiv werden. Aus dem existentiellen Vakuum der allgemeinen Sinnlosigkeit trotzdem einen Sinnfunken zu schlagen, darin besteht das tatsächliche Wunder, welches dann aus dem genialen Funken einen Flächenbrand entfachen kann. Vielleicht ist diese Metapher nicht so ideal, aber wird nicht auch Feuer mit Feuer gelöscht?! Besteht darin die Aufgabe einer der bekannten (ausgedachten?) Mächte, Gottes und des Teufels? Sagt nicht Mephistopheles in Goethes Faust:

„Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.“

einsteinidiots

Und wenn es uns und dieses paradiesische Raumschiff Terra Titanic dann eines Tages nicht mehr geben sollte, nein: geben wird, was macht es schon aus?! Gibt es doch dann keinen Menschen mehr der darüber sein Bedauern empfinden könnte und warum sollte er überhaupt etwas bedauern? Bedauern kann vollendete Tatsachen (z. B. Auschwitz) nicht beseitigen und selbst unsere Erinnerungskultur hat sich irgendwann in ihrem Bedauern erschöpft. Danach wird alle Geschichte und Erkenntnis abstrakt und dadurch unpersönlich und für mich persönlich unbedeutsam! Deshalb wiederholt sich Geschichte in seinen geschichtlichen Mustern, oder wie dies mein längst verstorbener Geschichtslehrer früher ganz trivial sagte: „Nach einer Zeit der Blüte kommt eine Zeit des Niedergangs!“ Wo, in dieser trivialen Entwicklung, befinden wir uns gerade?

9a500-frank2In diesem Sinn

herzlichst

frankly Frank,

7th Dada Lama

 

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5 Gedanken zu “Auszug aus dem Schlusskapitel (Teil 1)

  1. Hey Franky, hi Alexander,
    … im Paranirvana alles klar 😉

    Dear Franky,
    Wir kennen uns nun schon eine längere Zeit, seit Blog.de un ab und an sagte ich zu Deinen Texten was. Du betreibst ja wie Alexander und auch ich so ein ‚immer Suchendes‘.
    „Der Adept spricht von Angesicht zu/mit Angesicht mit/zu Gott“ bedeuet auch ein, schränkt man es nicht ein‘, schränkt man es ein…, und ist es eingeschränkt, auf Abwegen, spezifisch, in der wiederum eigentlich Logik inklusive des Paradoxons. Insofern neigt, vielmehr denkt, man zur Implizität des Paradoxons, insofern es wiederum, denn ‚im Einen Ganzen reduziert‘, ausgeschlossen wird und Betrachter ist. Die Analyse der Daten, sofern deise denn anders formulierbar als als solche bestehend, ist auch induktiv des ‚ausgeschlossenen Dritten‘. Modern ‚Hoch-Mathematisches‘ wird referiert mit alten Logiken bzw. eiden (siehe Metaphysik, Aristoteles). Diese wiederum bestehen in vieler Hinsicht wieder in dem Paradoxon. „Nicht aktiv“ und „aktiv“ fragen sich in Enfaltung von real und ideal. Aus diesem kann man sagen das auch die Mathematik eigentlich eine schizo~tyme Reflektionsinduktion hat/ist (bi~, dual, Eines). Damit ist aber zumindest beides, sowohl ‚vollkommene Abstraktion der „eidetischen Genien“‚ als auch/und vitale ‚Bewegung‘ der Raum-Zeit das Erkenntnis-Paradoxon. Insofern ist aber auch die Setzung „der/des … Erkenntnis Gottes“, trivialer Weise in sich dualistisch, aber auch paradox. Mit dem Reduktionismus^? „Gott“ und einer „spricht von Angesicht zu Angesicht…“ ist aber auch „der Suchende“, „der Aufnahme suchende“ Adept, in einem fortgesetzen Zweifel – „Deifel, Deifel“ … genau genommen auch mit „el“.

    Du schreibt hier im Text Deines vermeintlichen Resümeé etwas, welches wohl Deiner Depressiviät u.o Enttä/e/uschung entspricht. Sowas habe ich auch x mal ‚versabbelt‘. Also wenn das ein Entwicklungs-Gedanken-Resümeé ist, dann ist meine Maggi Tüte Jesus.
    Ich weiß auch nicht ob dies an deinem Künstlernamen „Dada Lama“ gelegen ist, aber letzt habe ich zum Dalai Lama post „blatröt säusel“ ziemlich witzig reagiert. Kosmologisch, evolutiv, sind das sowieso die Tiere die Lama genannt werden. Und auch der ‚Magie-Fürsten-Herrscher‘, das ist der König-Typ von dem Bergvolk da gewesen, nannte sich „Lama“, … weil das Volk ‚dem‘ das demütig angedreht hatte, weil die formale Anrede „Eure Magiefürstenherrscher’~… „das Volk soll nachdenken“ (Gesetz §2, Abs. 2.). So zumindest klassische Zeiten „Tibet“. Früher hatte mich einen ‚Lama-Frau‘ mal reichlich angezickt, da bin ich bis heute ziemlich stinkig drauf. Mao Tsetung, dem ich sehr verpflichtet war, hatte auch nur Witze über „den“ gemacht. Das ist, zumindest für mich persönlich, auch garnicht bös gemeint. Ich war früher paarmal da, mit einem Tschou En Lai im Tross, standen die alle wie angewurzelt da. Zudem hatten wir die Nummer „Ahnenerbe in Tibet“ von der UN drauf, da konnten sowieso nur (hohe) Eingeweihte mitreden. … Na ja, ich wollte nur meinen bestimmten Gründe angeben. Zum Verständnis der Kongregation der strittigen Religionsfragen hat der Dalai-Lama meiner Meinung ja nun auch nicht viel beigetragen. „hare Krishna!“ hihi., aber vielleicht hat es ja etwas mit dieser ‚intern. ~‘ Reflektion zu tun.

    Das DaDa-Ismus Thema ist für die ‚deutsche Kunstgeschichte‘ ein spezielles und dann weiterhin Spezifisches, welches auch von einem Surrealismus umrandet wird. Klee und Kandinsky stehen für einen Meta-Dadaismus, Orf und Schönhausen für einen mehr abstrakt komponierte Musik darin verbunden, und die ganze scientisch-künstlerische Theorie ist auch ziemlich gewieft und gedanklich anschaulich. Die Vorstellung die ‚theoretisch-sprachlich – kultur – alternativ … – vom DaDa’ismus angedeutet wird. Dies ist auch in Abgrenzung zu faschistoiden Soziologien wie „Kraft durch Freude“ „Arbeit macht frei“.

    Wir stehen wohlmöglich alle „umzu der Sache“ die wir ausklammern und auch zer’deuten, indem wir die verworren Bilder und auch die ‚Schleier der ISIS‘ denken, gleichsam das Licht des Höhlengleichnisses suchen, dort wo „Atlantis untergegangen ist …“, wo aber selbst die Protagonisten des „Die Welt ist eine Scheibe“ -Dialoges, nicht denken können was sie provozierrend aussagen, was wiederum „der/deren Trick“ ist. Wir leben in selbstinduktiven Trickformulierungen … .
    „Gott ist DaDa’istisch …“ logoo! … Wenn nun aber ein solches „Gott“ eine irrige, im Paradoxon verweilenden Ansicht ist, wie sie auch genealogisch hergebracht/überliefert ist, da es aber wie alles anderen solchem auf Andere beziehen bzw. ‚bedeuteten‘ … also insofern auch „von Angesicht zu Angesicht“ sprechen. Es ist aber auch einen recht ‚persönliche Sache‘, insofern der Grund der Seinsbeziehung zueinander auch keinen (a)nderen interessiert.
    Ich hatte die letzte Zeit noch einmal über „die Psychologie“ nachgedacht. Was sich speziell „als Psychologe von der Psychologie“ ergibt ist das sich „die Psychologie“ auch nur als gedanklich-geistig irrig erweist, also aber auch reflektierend-induktiv ist. Von/in „die Psychologie“ ist nämlich garnichts gesund-geistig, Da können auch die ihre „Psychologie“ solange machen wie se wollen und können, auch da wird von „die Psychologie Leben“ wenig sein. Und wenn wir dann mal alle „Psychologie“ gesund sind – weißt ja, wegen „die Menschheit ist …“ und so, dann kann’s ja losgehen. 🙂 Dies aber noch einmal zur Untermauerung des Vorhergehenden und auch Kritik.

    Liebe Grüße,
    Dein Andy

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    • Lieber Andy,
      welch ein Opus in Form eines Kommentars (nicht als Kritik werten, nur als Feststellung) flatterte mir da in meinen Elfenbeinturm (mit WWW-Anschluss). Gestatte mir nicht auf dieses Opus einzugehen und nur festzustellen: depressiv war ich nicht als ich den Beitrag schrieb noch bin ich es jetzt! Ich stellte nur sehr sachlich fest und zog daraus meine Schlüsse. Deine Ausführungen zum Dada-Komplex finde ich gut und zutreffend. Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft durch Freude auf unsrem paradiesischen Raumschiff Terra Titanic und verzeih mir, wenn ich hier nicht so auf Dich einging, wie Du es vielleicht erwartest hast…

      Make 2017 great

      yours frankly

      Frank

      Gefällt 1 Person

    • Ja, mein lieber Mithrahee, wir 3 sind wohl alle tatsächlich ein spezifischer Typus von Adepten, jeder auf seine Art. Und das ist wirklich gut so. Neurotypische Individuen sehen das natürlich „andersartig“, was u.U. auch gut so ist.

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      • Mehr wollen wir (me, myself & I) nicht dazu sagen, jedenfalls nicht ohne unsere Anwälte/Psychiater oder Erziehungsberechtigte. Aufgefallen ist mir nur:
        Das Wesentliche ist überhaupt nicht verstanden worden, schade…

        All the best

        yours frankly

        Frank

        Gefällt mir

  2. … nick, nick, … danke, danke,
    Ich stimme euch natürlich zu.
    Eine leider verstorbene Freundin sagte mal zu mir „Schreib/verfasse mal eine Kritik der Magie“, weil wir darüber sprachen. Ich kam zu dem Schluß „Die Magie bestätigt sich selber.“
    Obriges sind solche Überlegungen – eine davon – welche man aber für alle Sätze des TM-Dogmas ausführen könnte … büschen religiös bin ich auch :-). Ich will es nicht verherrlichen, wie ich keine der Theogonien verherrliche.
    Franky und Alexander, der Witz ist das auch das Philosophische von der Existenz der Ideen ausgeht bzw. ausgehen muß. Die ganze überhaupt irgendwas ‚Deduktion/Repräsentaiton‘ der Erkenntisse beruht darauf.
    In einer Unifizierung des Diskurses sehe ich aber ein enorm großes Problem des falschen Verständnisses zu „Syssifus“^. Ich habe dies vor einiger Zeit schon mal in einem Tweet/post/theread erzählt, da ich (vor vielen Jahren) auch die Staats-Bildungs-Norm dazu renormiert hatte. Tatsächlich sind wir in dieser Hinsicht sehr verhangen, auch was den Übergang zur „Romantik“ betrifft, denn eben in diesem Zusammenhang … schon der kurzen Zeit der Rokkoko“ in Frankreich ‚folgernd..^‘. auch dies hat eine vielfältige Bedeutungsstreuung.
    Ich meine aber insofern, daß es fraglich oder zweifelhaft ist das es „schade“ wäre bzw. ist. Ich meine, in der Existenz-Annahmevoraussetzung, sind die Sätze des Dogmas auch ‚dogmatisch‘. Die Genialitäts-Faszination welche diese in der Erkenntnis-Argumentation auslösen, beinhalten aber genauso schwarzmagische Verdammnis, Unfassbares. Insofern ist der Altar der Logik aber auch jenseits des Cherubims. Damit ist, der Natur des Menschen wegen, aber allem ‚Baphometischen …Geschwätz‘ Tür und Tor geöffnet. Ja, der Witz (der Dualität-Reflektions..blaba(a)l^) ist abiträr. Was hasse ich die Weihe bei den „endlos grausame und unendlichen Leiden …“ sich selber von eingelulle. Dieses Bescheuertengetue bei den Banquetten dann. Überhaupt die „… dann ich Trauma!“ -Nummer mit Absicherung. …so das Normale, der Alltag, Gesellschaft und Demokratie, angeblich „das Sein des Menschen“ … zu dem Jemand mal aufruft. So blöde kann man aber garnicht werden … und das kann man schon aus der „Unendlich, Unfassbar und überhaupt Über am noch Übersten“ deterministisch wohl abschätzen (!), zumal was irgendein und auch Scheißdreck/Mist von Idealismus betrifft.

    Das es „(s)chade“ ist, widerspricht eigentlich der inneren Logik der Sache, ist jenes Paradoxon s.o., welches aber wiederum die treibenden Kräfte sind. Irgendwo sehe ich sogar ein intelligentes Recht der Verfehltheit, insofern die Zuschreibung zu ’subjektisierten Objekten‘ nicht wirklich Sinn macht. Vielleicht ist in vieler Hinsicht verfehlt einen Sinn zu suchen. wir leben damit in der Verfehltheit einen Sinn zu suchen „Adept“ zu sein. Denn es ist ja auch ein Widerspruch überall … aufgenommen zu werden (Adept = der Aufnahmesuchende, Aleph).

    Nun denn … „Das Leben lebt, der Tod stirbt“.

    euer Andy

    Gefällt 1 Person

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