Zen und die Kunst des Gebens…

3Jahre-ahb2Wer schon in Thailand war oder einem der vielen anderen buddhistischen Länder Asiens, der wird die meist jungen Mönche in ihren orangefarbenen Gewändern gesehen haben, die sich ihre Schalen mit Essen durch die gläubigen Anwohner tagtäglich füllen lassen. Was hier nach religiöser Pflicht aussieht, sollte immer auf Freiwilligkeit beruhen – wie z. B. das freiwillige „Almosen“-Sadaka im Islam. Geben ist deshalb ein Privileg, und nicht umsonst sagen wir in Anlehnung an gottgefällige Zeiten und jenes Buch der Bücher: „Geben ist seliger als nehmen“. Halt ein Privileg derer, die über einen positiven inneren Quell verfügen und dadurch aus dem Vollen schöpfen können. Dabei ist eine gelöste Sinnfrage (religiös oder philosophisch) für den Gebenden eine Grundvoraussetzung, quasi die Basis für ein positives Verhältnis zur Welt, die ich durch mein So-Sein beschenke und von ihr gleichzeitig beschenkt werde. Hier fließen die Energien so, wie sie im natürlichen Kontext fließen sollen, wäre da nicht die menschliche (Macht-)Gier und der damit einher gehende Egoismus. Egoismus ist also immer abträglich, wenn es um die Lösung der eigenen (Lebens-) Sinnfrage geht und ein Hinweis auf die hinter dem Egoismus verborgene vielschichtige Angst. Beides, Egoismus und Angst, sind Sinntöter!

Das ist schon einmal eine wertvolle Erkenntnis für den Sinnsucher, ein Anhaltspunkt für den rechten Weg des Weitersuchens. Im real existierenden Kapitalismus ist das auch nicht ganz einfach, ist doch das Prinzip des Kapitalismus, besonders in seiner heutigen Turbo-Form eines globalisierten Finanzkapitalismus, Egoismus pure! Mit anderen Worten: Sinnsuche wurde selbstverständlich, wie alles andere im Kapitalismus, kommerzialisiert! ARTEgonDie Ideale des Kapitalismus können also schwerlich für einen Sinnsucher in Frage kommen, der natürlich nicht auf dem Weg zu Reichtum, Genuss und der bunten Warenwelt ist. Das Gegenteil sollte hier eher richtig sein: Weg vom Ballast der Dinge. Getreu dem Motto: Je weniger ich brauche umso reicher werde ich. Immerhin muss ich im real existierenden Kapitalismus, so ich über kein Kapital verfüge welches für mich „arbeitet“, meine Haut selbst zu Markte tragen um dort meine Lebenszeit nebst meinen Fähigkeiten meistbietend zu verkaufen um dafür bunte Scheine zu bekommen, für die ich mir angeblich den Rest der Welt kaufen kann. Wer je über die Natur und Geschichte des Geldes nachgedacht hat, ist vielleicht zu der Erkenntnis gekommen: Geld ist eine kollektive Illusion, die nur so lange funktioniert, wie alle Beteiligten daran glauben. Geld ist also eine Glaubenssache, die sich für eine Wissenschaft hält, vergleichbar der Theologie. Geld, liebe Freunde, Feinde, Zeitgenossen, bleibt etwas Unnatürliches und versklavt den Menschen – selbst Lottomillionäre hat es lang- und mittelfristig nicht glücklich gemacht. Der Weg des materiellen Reichtums ist deshalb für den Sinnsucher ungeeignet, oder, wie man heute sagen würde: nicht zielführend. Gewisse materielle Voraussetzungen sind auf der anderen Seite auch nicht abträglich bei der Sinnsuche und ich persönlich wäre nur gern reich, um dann in der Lage zu sein mittels meines vielen Geldes „Wunder“ vollbringen zu können, d. h. zu geben! Mit Geld kann man die Lebenssituation eines oder vieler Menschen schlagartig verändern, nur besitzen meist die falschen Menschen (nicht die Sinnsucher & Geber) jenes Kapital, welches nötig ist um im richtigen Maßstab Wunder vollbringen zu können. Mit anderen Worten: Unsere heutige Welt ist egoistisch-kapitalistisch und nicht gebefreudig, leider! Deshalb haben es Wunder nicht leicht in unserer Welt-der-schlechten-Nachrichten. Auch hier wünsche ich mir neue Nachrichtensender, die nur noch über positive Dinge in der Welt berichten und dadurch in der gestörten Psychohygiene der Welt etwas verändern würden. Nur durch eine positive Psychohygiene kann der Mensch motiviert werden zu geben und zu helfen, d. h. dem Prinzip Hoffnung zu dienen – heute aber erscheint noch viel zu vieles hoffnungslos!

Dabei möchte ich es für heute, carpe diem, bewenden lassen und wünsche trotz aller Widrigkeiten a lovely day,

 

9a500-frank2

herzlichst

yours frankly

Frank

 

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