Zen und die Kunst des Gebens…

3Jahre-ahb2Wer schon in Thailand war oder einem der vielen anderen buddhistischen Länder Asiens, der wird die meist jungen Mönche in ihren orangefarbenen Gewändern gesehen haben, die sich ihre Schalen mit Essen durch die gläubigen Anwohner tagtäglich füllen lassen. Was hier nach religiöser Pflicht aussieht, sollte immer auf Freiwilligkeit beruhen – wie z. B. das freiwillige „Almosen“-Sadaka im Islam. Geben ist deshalb ein Privileg, und nicht umsonst sagen wir in Anlehnung an gottgefällige Zeiten und jenes Buch der Bücher: „Geben ist seliger als nehmen“. Halt ein Privileg derer, die über einen positiven inneren Quell verfügen und dadurch aus dem Vollen schöpfen können. Dabei ist eine gelöste Sinnfrage (religiös oder philosophisch) für den Gebenden eine Grundvoraussetzung, quasi die Basis für ein positives Verhältnis zur Welt, die ich durch mein So-Sein beschenke und von ihr gleichzeitig beschenkt werde. Hier fließen die Energien so, wie sie im natürlichen Kontext fließen sollen, wäre da nicht die menschliche (Macht-)Gier und der damit einher gehende Egoismus. Egoismus ist also immer abträglich, wenn es um die Lösung der eigenen (Lebens-) Sinnfrage geht und ein Hinweis auf die hinter dem Egoismus verborgene vielschichtige Angst. Beides, Egoismus und Angst, sind Sinntöter!

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Ruhe auf der Flucht…

Hamsterrad2… lautet der Titel des neuen Romans von Joachim Geil, der gestern aus seinem neuen Buch las. Der Aufhänger für diesen Beitrag ist ein Satz aus dieser seiner Lesung, der sich in meinem Gedächtnis verhakt hat. Er lautet: “Hat nicht jede Vergangenheit die Gegenwart fest im Griff?“ Den Satz muss man erst einmal sacken lassen um ihn zu verstehen – wenigstens ansatzweise. Andere mögen einwenden, er wäre doch offenkundig und nicht schwer zu verstehen. Natürlich hat alles mit allem zu tun und wir befinden uns seit dem Urknall – dessen Ursache wir nicht kennen – in einer gigantischen Kausalitätskette, die auch Dich und mich hervor gebracht hat. Natürlich sind wir alle „nur“ die Summe all unserer Erfahrungen, hat auch uns unsere persönliche Vergangenheit gegenwärtig fest im Griff. Gut, wer da noch fest im Sattel sitzt und eine gute Figur macht. Irgendwie kommen wir nicht raus aus dieser Realität, die eine Verkettung von Zufällen und/oder Gesetzmäßigkeiten sein mag, jedenfalls dominiert sie uns und der Grad der Freiheit, der daraus resultiert, ist kleiner, als wir uns vielleicht vorstellen. Keiner kann aus seiner Haut, seine Identität abstreifen. Wir alle tragen diesen Sack an guten und schlechten Erfahrungen mit uns herum und definieren uns darüber. Dabei könntest Du auch ganz anders sein – wolltest Du das nicht immer?! Wer da anfangs aufs falsche Gleis gesetzt wurde – Schule, Ausbildung, Ehe usw. -, der wird Schwierigkeiten haben dem festen Griff dieser seiner Vergangenheit zu entrinnen um sich neu zu erfinden! Auch wenn ich kein Anhänger des Bildungsbürgertums bin, möchte ich hier kurz den Schluss des Gedichtes „Selige Sehnsucht“ unserer Bildungsbürgerikone Johann Wolfgang von Goethe zitieren:

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Warum stellt sich einem Teil der Menschheit die Sinnfrage?

Das Tier scheint die Sinnfrage nicht zu kennen. In der Entwicklung der Menschheit gibt es quasi auch eine Entwicklungsgeschichte der Sinnfrage. Beim Steinzeitmenschen dürfte sich die Sinnfrage noch kaum gestellt haben und sie hat in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten auch durch neue wissenschaftliche Welterklärungserkenntnisse zugenommen. Solange die katholische Kirche in Europa und den überseeischen Kolonien das Weltbild stellte und die alleinige Deutungshoheit besaß, war eigenständiges Denken ein gefährliches Geschäft. Als sich dann die Erde vorstellungsmäßig nicht mehr um die Sonne drehte und die Aufklärung und das darauf entstandene wissenschaftliche Weltbild eine neue Freiheit des Denkens vielen Menschen eröffnete, stellte sich verstärkt und völlig neu die Sinnfrage. Die Sinnfrage weist hierbei auf das spezifisch Menschliche hin – auf das Verlangen des Menschen, sein Leben zu verstehen und es als Person nach eigenen Werten gestalten zu können. Wären wir nur triebhafte Wesen würde sich uns die Frage nach der Sinnhaftigkeit nicht stellen. Dann hätte alles seine Ordnung und diente allein dem Zweck der Bedürfnisbefriedigung und darüber hinaus einem dekadenten Hedonismus – gemessen an der gigantischen Weltbevölkerungszahl des angebrochenen 21. Jahrhunderts verwundert mich die gefühlte Geistferne des größten Teils der Menschheit nicht. Sollte das unter Umständen auch mit der überwiegenden Armut und dem damit verbundenen harten Existenzkampf der Menschheit zu tun haben?

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[reblogged] Von sinnloser Scheiße und positiven Folgen

Kreation statt Perfektion

Vorlesungsfreie Zeit! Seit zwei Wochen! Die Leute sagen immer, wenn man richtig Schreiben oder Bloggen will, dann müsste man das Ganze wie einen Job betrachten und morgens um 7 Uhr dafür aufstehen. Da dachte ich: Super, das kann ich in den „Ferien“ dann ja mal machen. Habe dann allerdings erstmal kurz gelacht und mich nochmal umgedreht. Bis 18 Uhr. Okay, just kidding. Soweit ist es dann doch noch nicht. Jetzt aber zum Thema des heutigen Beitrags: „Gurkenzucht für Menschen, bei denen selbst Kakteen vertrocknen“-  Habe schon überlegt, das mal als VHS Kurs anzubieten…(Nein, meine alberne Stimmung schlägt sich nicht auf das, was ich hier schreibe aus! Nein! Nein! Nein!)
Naja, wie auch immer: Jetzt geht es dann wirklich mal los! Und Achtung: Der Beitrag spiegelt nur meine Meinung, mein Bild von Menschen usw. wider und hat keinen Anspruch darauf die absolute Wahrheit zu sein. 

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