Projekt Sinn und dessen Erfindung…

BücherwandOder, liebe Freunde, Feinde, Zeitgenossen, eins ist sicher: So, wie es bleibt, ist es nicht!* Kürzlich fragte mich ein Freund in Berlin, der vom Buchprojekt Sinn weiß, ob man seinen persönlichen Lebenssinn durch die intellektuelle Beschäftigung mit dem großen Sinnthema finden könne, was ich spontan bejahte. Nach einigem Nachdenken muss ich jedoch eine Korrektur dieser Aussage vornehmen, bin ich doch zu der Meinung gelangt das individuelle Sinn(er)findung erstens eine Frage der persönlichen Empathie und zweitens von Projektion ist – beides geht natürlich Hand in Hand! Bei Wikipedia gibt es einen umfänglichen Artikel zum Thema „Sinn des Lebens“ und der fängt so an:

„Bei der Frage nach dem Sinn des Lebens geht es um die auf einen Zweck gerichtete (teleologische) Bedeutung des Lebens im Universum an sich oder um die biologische und sozio-kulturelle Evolution, insbesondere des Homo sapiens. Im engsten Sinn ist damit die „Deutung des Verhältnisses, in dem der Mensch zu seiner Welt steht“, gemeint.[1]

Die Frage nach dem Sinn des Lebens beinhaltet diejenige nach der Bestimmung des Menschen. Hierbei wird diskutiert, ob diese durch eine äußere Institution vorgegeben ist, etwa ein göttliches Gebot, ob ein bestimmtes Verhalten der Natur entspringt, dass z. B. der Mensch dem Zweck der Fortpflanzung oder der Arterhaltung folgt, oder ob er gefordert ist, autonom ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich einen Lebensweg zu wählen, den er als sinnvoll erachtet.[2] Sinnvoll erscheint ein Leben dann, wenn es einer idealen Wertvorstellung entspricht.[3]

Erleuchtung1Hat uns das allgemein weiter gebracht? Da mir niemand aus dem Rest der Welt darauf antworten will, bin ich einmal wieder auf mich allein gestellt bei der Auseinandersetzung mit dem Sinnthema. Hilfreich ist für mich die „Deutung des Verhältnisses, in dem der Mensch zu seiner Welt steht“– d. h. ich persönlich und nicht die abstrakte Masse Mensch! Da es auf Empathie beim Projekt Sinn ankommt, bringt uns ein abstrakter (konstruierter) Sinn nicht weiter. Unser Neocortex (Vernunft) spielt also nur eine untergeordnete Rolle beim Projekt Sinn oder könnte im Extrem- und Idealfall mit maximal 50% an diesem Sinnunternehmen m. b. H. beteiligt werden. „Sinnvoll erscheint ein Leben dann, wenn es einer idealen Wertvorstellung entspricht“, lautet der zweite hilf- und erkenntnisreiche Satz. Im Wechselspiel zwischen mir und der Welt (Gesellschaft) geht es also um ideale Wertvorstellungen, die nur im Glücksfall tatsächlich gesellschaftlich existent sein werden. So ich aber diese idealen Wertvorstellungen auf die Gesellschaft projiziere bin ich gezwungen dafür zu kämpfen und/oder zu überzeugen. Überzeugen kann ich jedoch nur, wenn ich selbst dieses sinnhafte Ideal lebe, d. h. von ihm ganz und gar erfüllt bin. Problematisch wird es nur, wenn mein sinnhaftes Ideal auf einer wahnhaften Idee beruht, wie dies u. U. in gewissen religiösen oder/und anderen Wahnvorstellungen zwanghafter Art der Fall ist – also ist beim Projekt Sinn äußerste Vorsicht geboten!

Man hüte sich deshalb vor gruppendynamischen Sinn(er)findungsprozessen und meditiere ggf. besser allein um irgendwann erleuchtet zu werden. Der Erleuchtung scheint u. U. auch ein Prozess der geistigen Verwirrung voraus zu gehen um die Voraussetzungen für die „Erleuchtung“ zu schaffen. Unser Hirn (nicht nur unser Selbst) muss über sich selbst hinaus wachsen und eine genial-individuelle Synapsenschaltung herstellen die die Vorstellung vom persönlichen Selbst überwindet und sich dadurch mit dem Rest des Universums vereint. Hier sehe ich die wichtigste Aufgabe im Prozess der Sinn(er)findung, die im Resultat zur Überwindung der individuellen Vereinzelung führen soll, zur Überwindung der eigenen Begrenztheit und Todesangst. Der Tod ist ein Egoproblem und alle Probleme stehen irgendwie mit unserem Ego in Zusammenhang. In dem Moment wo ich mein eigenes Ego überwinden kann, bin ich frei und werde zu einem neuen Menschen, zu einem idealen und erleuchteten Menschen!

FuckArmyDer Weg dahin ist steinig und gefährlich – was uns nicht abschrecken sollte! Leben war schon immer lebensgefährlich und ich bin froh zu wissen: Es gab vor uns schon Menschen die diesen Weg bis zur eigenen Erleuchtung gegangen sind und das erfüllt mich mit großer Freude! Von dieser Freude gebe ich gern ab, an Freunde, Feinde und alle Zeitgenossen, die sich mit mir zusammen darüber freuen wollen, denn nur diese Freude wird die Welt verändern in Richtung Ideal und Sinn. Soweit meine heutige Erkenntnis im stillen Kämmerlein beim Schein des vollen Mondes…

9a500-frank2Herzlichst

yours frankly

Frank

PS: QIE-Der Sinn des Lebens Teil 2

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