Wir stehen auf dem Rücken von Riesen…

PicassoFrauAlle Kultur und Wissenschaft baut darauf auf, auf dem Erbe dieser verstorbenen Geistesriesen, jener Ausnahmemenschen, die Wissenschaft und Kultur immer weiter brachten. Alle Welt benutzt High-Tech-Geräte wie den Computer, sein iPhone usw., aber wer weiß schon wie all diese Dinge funktionieren. Wie aber funktioniert die Welt liebe Freunde, Feinde, Zeitgenossen, will ich EUCH heute doch auf einen größeren Spaziergang durch die Welt mitnehmen und verspreche schon einmal: es wird sich lohnen! Immerhin mache ich mir all diese Mühe hier unentgeltlich und allein um der Erkenntnis willen, einer Art Wahrheit, die Euch bekanntlich frei machen wird – so lautet perverser weise auch die Inschrift in der Eingangshalle des CIA -Hauptquartiers zu Langley/Virginia (siehe Joh. 8,32.). Bevor wir aber mit dieser, hier sei schon einmal gewarnt, desillusionierenden Wahrheit über das Treiben des Homo sapiens anfangen und seiner Frage nach dem Sinn des Lebens, möchte ich einen netten Witz erzählen:

Treffen sich zwei Planeten im Weltall. Sagt der eine zum anderen: „Du siehst aber schlecht aus. Fehlt dir was?“ Worauf der Zweite antwortet: „Ach mir geht’s gar nicht gut. Ich habe Homo sapiens.“ Tröstet ihn der andere: „Mach dir keine Sorgen. Hatte ich auch mal. Das geht wieder vorbei…“

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Projekt Sinn und dessen Erfindung…

BücherwandOder, liebe Freunde, Feinde, Zeitgenossen, eins ist sicher: So, wie es bleibt, ist es nicht!* Kürzlich fragte mich ein Freund in Berlin, der vom Buchprojekt Sinn weiß, ob man seinen persönlichen Lebenssinn durch die intellektuelle Beschäftigung mit dem großen Sinnthema finden könne, was ich spontan bejahte. Nach einigem Nachdenken muss ich jedoch eine Korrektur dieser Aussage vornehmen, bin ich doch zu der Meinung gelangt das individuelle Sinn(er)findung erstens eine Frage der persönlichen Empathie und zweitens von Projektion ist – beides geht natürlich Hand in Hand! Bei Wikipedia gibt es einen umfänglichen Artikel zum Thema „Sinn des Lebens“ und der fängt so an:

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Stop making sense…

CollageAuf meiner persönlichen Sprachbrache liegen Wert- und Worterschöpfung dicht beieinander, fast in trauter Eintracht, lieber unbekannter Freund. Selbstredend, Sie denken vielmehr nicht in eingefahrenen Bahnen, bewegen sich nicht auf ausgetretenen Wegen, die ihnen niemals sicher erscheinen und meiden Menschenansammlungen wie von den Anonymen Alkoholikern (AA & State Department) empfohlen. Auch ich umfahre diese Menschenmassen immer weitschweifig und -läufig, fahre in jenem seltsam aussehenden indischen Taxi mit taubstummen Fahrer aus Absurdistan durch den Schengen-Raum der unbegrenzten Möglichkeiten. Der ständig steigende Preis auf dem Taxameter wird in Jahren und hinter dem Komma in Monaten, Wochen und Tagen angezeigt. Was auf dem Taxameter steht ist für mich selbst schier unglaublich und unser gemeinsames Fahrtziel, liebe Freunde/Feinde/Zeitgenossen, soll ohne einen Burnout der Worte, ohne Selbst- und Sinnerschöpfung erreicht werden – so die Theorie!

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Fortsetzung (Teil 4): Warum stellt sich dem Menschen die Sinnfrage?

Artpool4Religion und Glaube sind kollektive Sinnsysteme, die sich auf das psychologische Bedürfnis des Menschen nach Sinn, Ordnung, Erklärung und Gemeinschaft gründen. Es gibt die unterschiedlichsten Religionen, angefangen beim animistischen Typ bis hin zur Vielgötterei – z. B. dem Hinduismus. Letztere wären „gewachsene“ Religionen, dann gibt es natürlich die gestifteten Religionen wie den Islam, das Christentum oder den Buddhismus – die jeweiligen Religionsstifter dürften allgemein bekannt sein! Anthropologie (altgriechisch ἄνθρωπος (ánthrōpos) bedeutet „Mensch“, und -logie in diesem Zusammenhang dann Menschenkunde. Anthropologie ist deshalb ein wichtiger Bereich um hinter das „Geheimnis“ des Menschen (also auch meiner selbst!) zu kommen. Immerhin vereinen uns Menschen doch über alle kulturellen und ethnischen Unterschiede hinweg menschenspezifische Gemeinsamkeiten wie der „Wille zum Sinn“, d. h. auch zum religiösen Sinnsystem = Glauben! Glauben setzt aber immer einen Willensakt voraus, der häufig willkürlich ist, d. h. ich glaube nur das, was ich glauben will. Mit anderen Worten: Glauben ist Wunschdenken! – Religionen wären dann „Vereinigungen für kollektives Wunschdenken“…

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Fortsetzung (Teil 3): Warum stellt sich dem Menschen die Sinnfrage?

pferdFrankl brachte seine kritisch-analytischen Ansatz durch eine treffende Formel zum Ausdruck: Dem Menschen gehe es seiner Meinung nach in erster Linie um den „Willen zum Sinn“, während in der Psychoanalyse Freuds der „Wille zur Lust“ und in der Individualpsychologie Adlers der „Wille zur Macht“ maßgebend sei. Ich persönlich bin der Meinung dass sich diese drei Ziele (Sinn, Lust und Macht) je nach Menschentyp in unterschiedlicher Ausprägung und Konstellation offenbaren. Beispielsweise dürfte ein Nihilist seinen Mangel an Sinn durch Lust und/oder Macht (über-) kompensieren. Apropos Nihilismus (lateinisch „nihil“, „nichts“), in den USA bekämpfen sich die christlichen Kreationisten mit den atheistischen Evolutionisten, den Anhängern der darwinschen Evolutionstheorie. Diese Evolutionslehre, so sagen diese christlichen Kreationisten, führe den Menschen in die Sinnlosigkeit. Der französischer Biochemiker und Nobelpreisträger Jacques Lucien Monod schrieb in seinem Buch „Zufall und Notwendigkeit“: „…es gibt keinen Plan, keine natürliche Moral, keine natürliche Ethik, kein Gesetz der Natur, dem wir zu gehorchen hätten.“ Als Zufallsprodukt muss der Mensch „seine totale Verlassenheit, seine radikale Fremdheit erkennen“, er wandelt wie „ein Zigeuner am Rande des Universums“, ohne Sinn und Ziel. Für diesen aufgeklärten Atheisten gibt es keine sinnhafte Mitte, keinen Gott und damit weder Himmel noch Hölle. Alle Wirklichkeit wird auf Zufall und Materie reduziert. Monot spricht von der „Ungeborgenheit“ dieses modernen Menschen.

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